Funkydeen

Das Pay-for-Room/Drink-for-free-Café

In Hamburg gibt es Tausende wie ich, die raus aus ihren Heimbüros wollen. Doch wohin? Hier gibt es nur kleine Cafés unter 30 Plätzen, in denen es sich weder arbeiten, reden, noch träumen lässt. Denn dort sitzt man eng, hört schlechte Musik und wird vom Personal ständig gefragt, ob man noch was möchte.

Wie könnte ein Café den Gästen als Arbeits- und Rückzugsort dienen und den Betreibern gute Erträge liefern? Hier die Grundideen:

  • Man zahlt eine Stundenpauschale und bekommt Softgetränke, Kaffee, Tee.
  • Gegen eine Essenspauschale bedient man sich am Buffet.
  • Das Café bietet mindestens 200 Gästen Platz.
  • Personal ist auf ein Minimum reduziert. Ideal: 1 am Checkout, 2 am Getränketresen, 1 Concierge & Abräumer. Keine Tischbedienung.
  • Wenige, dafür süchtigmachend gute Speisen am Büffet, die man vom Caterer anliefern lässt. Keine eigene Küche.
  • Vielleicht: Kleine Gerichte & Mehlspeisen im Automaten, wem die Essenspauschale zu viel ist.
  • Kaffee nach bester Wiener Tradition. Keine 1000 angelsächsischen Süßpapp-Varianten.
  • Ebenfalls nach Wiener Vorbild: Ein Sounddesign, das aus den Stimmen der Anwesenden einen angenehmen Klangteppich webt. Sonst soll man nichts hören.
  • Großzügige Fläche, überwiegend Tische für 1-2 Personen, dann Separees für 8-12 Personen, flexible Raumgestaltung durch mobile Trennwände, vielleicht auch (Massage-) Liegen für Gestresste.
  • Große zentrale Altbauflächen wie in Wien wird man in Hamburg kaum bekommen. Doch leer stehende Bauten aus den 60ern, 70ern und 80ern gibt es genug. Eine Herausforderung für Innenarchitekten: Nicht retro soll es sein, aber gediegen; nicht kalt; aber befreiend; nicht überladen, aber stimulierend; nicht kitschig, aber diskret erheiternd.

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1 Kommentar

  1. Gepostet 24. Juli 2010 an 15:47 | Permalink

    Oh ja!

    So, dass man sich mit Kunden, Geschäftspartnern oder auch einfach mal Freunden dort treffen kann: Ein bisserl private, ein bisserl business, ein bisserl busy.

    Fürs Business mit allem technischen Schnick-Schnack, den man heute eben so braucht: W-Lan, Beamer im Besprechungsraum, nicht funklöchrig (so viel zum Thema Altbau aus den 70ern).

    Fürs Private braucht es jenseits der guten Atmosphäre und einer zurückhaltend vorhandenen Infrastruktur eigentlich nichts, um sich einfach mal zusammenzusetzen und auf ein paar Ideen rumzuspinnen. Ohne Schere im Kopf und – weil sich jeder holt, wonach ihm ist – ohne ständig den Gastgeber spielen zu müssen: Haben auch alle noch was zu trinken? Fräulein, dürfen wir noch was bestellen? Frääääuleiiiin!!!!

    Ach ja, und weil ich grade im Wunschkonzert-Modus bin: Mit richtig schönen Toiletten, schön sauber und mit leisem, angenehmen Duft. Ist ja leider nicht selbstverständlich …

    In so einem Etablissement wäre ich wohl auch häufiger Gast. Ich halte Ausschau und sollte mir so etwas mal über den Weg laufen, verspreche ich: Die Leser dieses Blogs erfahren es als Erste!

    Es grüßt Locationscout
    Angelika Eder

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