Buddha und Welt

Was kommt nach den Freuden des Konsums?

Immer wieder denke ich an eine Fernseh-Reportage, die ich zufällig aufgeschnappt habe. Da wurde irgendwo in Schottland eine Familie porträtiert, die müllfrei lebt. Das heißt: Alle Abfälle wiederverwertet oder so einkauft, dass kein Abfall anfällt. Das fand ich sehr bewundernswert. Nur kam die Familie so rüber wie eben eine, die von der Idee besessen ist, Müll zu trennen, zu verwerten, zu recyceln. Besonders fröhlich wirkten die nicht, eher wie Sachbearbeiter, die gründlich ihre Pflicht tun. Seither frage ich mich: Wenn wir voraussetzen, dass für die meisten von uns der materielle Lebensstandard sinkt und wir aus viel weniger mehr machen müssen – wie bringen wir dann Freude ins Leben?

Denn ich gebe zu: Ich mag die vielen kleinen Bequemlichkeiten, die bunte Auswahl, das Leben im Überfluss, die Instant-Befriedigung. Auf all das zu verzichten wäre eine ziemlich traurige Angelegenheit. Sonst würden es wir ja längst tun.

Wenn also all dies wegfiele und unser Leben wieder unbequemer würde. Was ersetzt uns den Spaß, der früher so leicht durch Konsum zu befriedigen war?

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