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	<title>Jazz of Life</title>
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	<description>Improvisiertes zu Buddhismus, Business und Büchern</description>
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		<title>Gef&#228;hrliche Phrase: „Sein volles Potential entfalten“</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 09:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buddha und Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst bestimmt!]]></category>
		<category><![CDATA[Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensphilosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Personalentwicklung, in jedem Coaching-Angebot, in der Selbstverwirklichungsliteratur: &#220;berall wird uns dieser Satz als Vision verkauft. Unendlich viel stecke da in uns, das wir noch nutzen k&#246;nnten. Doch wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen menschlichem Entfalten und gnadenloser Selbstausbeutung?
Das Versprechen von der Potentialentfaltung siedelt in zwei Sph&#228;ren – in der spirituellen und in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Personalentwicklung, in jedem Coaching-Angebot, in der Selbstverwirklichungsliteratur: &Uuml;berall wird uns dieser Satz als Vision verkauft. Unendlich viel stecke da in uns, das wir noch nutzen k&ouml;nnten. Doch wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen menschlichem Entfalten und gnadenloser Selbstausbeutung?<span id="more-637"></span></p>
<p>Das Versprechen von der Potentialentfaltung siedelt in zwei Sph&auml;ren – in der spirituellen und in der zweckgerichteten. In der spirituellen Sph&auml;re h&auml;lt das Versprechen. In der zweckgerichteten Sph&auml;re m&uuml;ndet dieses Versprechen bestenfalls in Entt&auml;uschung, schlimmstenfalls im Burnout.</p>
<p>Was bedeutet „sein volles Potential entfalten“ in der spirituellen Sph&auml;re? Wenn wir im Nichiren-Buddhismus davon sprechen, geht es immer und ausschlie&szlig;lich um das Potential der eigenen Menschlichkeit. Um das Potential an Weisheit, Mitgef&uuml;hl und Mut, das in uns steckt. Dieses Potential hat tats&auml;chlich jeder Mensch, unabh&auml;ngig von seinen sonstigen Begabungen. Dieses Potential l&auml;sst sich tats&auml;chlich st&auml;ndig und unendlich erweitern. Wer sich dieser Potentialentfaltung widmet, lebt tats&auml;chlich gl&uuml;cklicher. Er oder sie mag damit auch alle anderen Ziele besser voranbringen, doch das ist zweitrangig.</p>
<p>Gef&auml;hrlich wird es, wenn ich mein „volles Potential“ au&szlig;erhalb dieser Sph&auml;re entfalten will, denn dann verzwecke ich es: Ich will mehr leisten. Ich will besser sein in einer bestimmten Disziplin. Noch gef&auml;hrlicher wird es, wenn andere unser „volles Potential“ f&uuml;r ihre Zwecke entfalten m&ouml;chten. So wie es, im Sinne der wirtschaftlichen Ausbeutbarkeit, Unternehmen tun. Wer erfahren will, wie gruselig das sein kann, schaue den Film <a target="_blank" href="http://www.workhardplayhard-film.de" >Work Hard, Play Hard</a>. Zwar ist nichts falsch daran, irgendetwas noch besser k&ouml;nnen oder noch mehr leisten zu wollen, doch meistens werden zwei Dinge &uuml;bersehen: Hier ist unser Potential ist 1) endlich, 2) ungleich verteilt. Hier hat unser Potential Grenzen. Wachen wir besser weise dar&uuml;ber. Schlie&szlig;lich gibt es  jede Menge unrealistische, dumme und sch&auml;dliche Ziele.</p>
<p>In der spirituellen Sph&auml;re kann ich ungefragt und voller Hingabe mein „volles Potential entfalten“. In der zweckgerichteten Sph&auml;re hilft ein gesundes Z&ouml;gern und die Frage: „Wof&uuml;r ist das gut?“</p>
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		<title>„Gef&#228;hrliche Ideen“ von Alf Rehn</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Oct 2012 10:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Krisenbewältigung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Aufkl&#228;rungsbuch im besten Sinn: Es entlarvt die allermeisten Kreativit&#228;tsratgeber als Budenzauber und beleuchtet, was Kreativit&#228;t wirklich ist: Ersch&#252;tternd, st&#246;rend, umw&#228;lzend, unangenehm, anst&#246;&#223;ig, pervers, ekelerregend, destruktiv. Genau das, was Organisationen in der Regel nicht wollen, auch wenn sie st&#228;ndig Kreativit&#228;t predigen. Kurz: Das Buch bringt den Punk zur&#252;ck und l&#228;sst ihn auf der Bl&#252;mchenwiese w&#252;ten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Aufkl&auml;rungsbuch im besten Sinn: Es entlarvt die allermeisten Kreativit&auml;tsratgeber als Budenzauber und beleuchtet, was Kreativit&auml;t wirklich ist: Ersch&uuml;tternd, st&ouml;rend, umw&auml;lzend, unangenehm, anst&ouml;&szlig;ig, pervers, ekelerregend, destruktiv. Genau das, was Organisationen in der Regel nicht wollen, auch wenn sie st&auml;ndig Kreativit&auml;t predigen. Kurz: Das Buch bringt den Punk zur&uuml;ck und l&auml;sst ihn auf der Bl&uuml;mchenwiese w&uuml;ten, wo alle nett zueinander sind und nette Sachen machen.<span id="more-626"></span></p>
<p><iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=wwwjazzoflife-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=3593395754&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=1ea8d0&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr&nou=1" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:left; width:120px; margin-right:15px; margin-top:15px; height:240px; background-color:#FFFFFF;border:1px solid #fcc200;"></iframe>Vier Kapitel hat das Buch. Das erste befasst sich mit „bequemem Denken“, aus dem uns auch &#8220;Kreativit&auml;ts&uuml;bungen&#8221; nicht hinauskatapultieren. Mit dem g&auml;ngigen &#8220;Kreativseinwollen&#8221;, so d&auml;mmert es beim Lesen, haben wir uns in einer kuscheligen Scheinkreativit&auml;t eingerichtet. In Unternehmen erreicht sie nicht mehr, als alle bei Laune zu halten, und im Privatleben ist sie ein &#8220;netter Ausgleich&#8221;. Diese Scheinkreativit&auml;t produziert bestenfalls besseres vom Selben, sie st&uuml;rzt nichts um, sie st&uuml;tzt den Status Quo. Dagegen ist nichts einzuwenden, doch es sollte Klarheit herrschen, welche Kreativit&auml;t wir meinen. Dieses Buch schafft diese Klarheit.</p>
<p>Echte Kreativit&auml;t entsteht durch Provokation, so die These des zweiten Kapitels. Durch echte Herausforderung an uns selbst, durch Krisen, Druck, Schock, Ekel, Deadlines. Alles kein Spa&szlig;. Nichts f&uuml;rs Seminar.</p>
<p>Das dritte Kapitel schlachtet weitere heilige K&uuml;he des Kreativit&auml;tskults: Das Ideen empfindliche Wesen seien, die durch Kritik verk&uuml;mmern. Oder dass nur Eigensch&ouml;pfungen gelten und Kopien verp&ouml;nt sind. Stattdessen finden wir praktische Hinweise, wie man mit verteilten Rollen eine Idee zerpfl&uuml;ckt, um sie zu st&auml;rken oder zu zerst&ouml;ren. Und Tipps, wie man produktiv mit geklauten Ideen umgeht.</p>
<p>Das vierte Kapitel endet mit einem Lobpreis auf das Ketzertum: Denn die Ketzer sind die wahren Gl&auml;ubigen unter lauter Scheinheiligen.</p>
<p>W&auml;hrend alle bisherigen Kreativit&auml;tsb&uuml;cher bei mir f&uuml;r schnellen Schlaf gesorgt hatten: Dies hat mich die Nacht wachgehalten. Und eine tolle Nacht war es.</p>
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		<title>Lunchboxen f&#252;r Reisen mit der Bahn</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Aug 2012 08:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Funkydeen]]></category>
		<category><![CDATA[Lunchboxen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was esse ich auf langen Zugreisen, wenn ich keinen Appetit auf selbstgeschmierte Stullen habe? Da bleibt mir nur die Wahl zwischen schlecht (Plastiksandwich) oder teuer (Speisewagen) – oder schlecht und teuer (Speisewagen).
Dann muss ich immer an Tokio denken, dort ist eine gesunde Mahlzeit an jeder Ecke f&#252;r ein paar Euro zu haben: Bento-Boxen mit einfachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was esse ich auf langen Zugreisen, wenn ich keinen Appetit auf selbstgeschmierte Stullen habe? Da bleibt mir nur die Wahl zwischen schlecht (Plastiksandwich) oder teuer (Speisewagen) – oder schlecht und teuer (Speisewagen).</p>
<p><span id="more-624"></span>Dann muss ich immer an Tokio denken, dort ist eine gesunde Mahlzeit an jeder Ecke f&uuml;r ein paar Euro zu haben: Bento-Boxen mit einfachen Reish&auml;ppchen. Keine teuren Sushi, sondern Reisb&auml;llchen mit Gem&uuml;se, Tofu, S&uuml;&szlig;teig oder Ei. Genau das fehlt hierzulande: Eine Lunchbox f&uuml;r 5 Euro mit gesunden, wohlschmeckendem und leicht verdaulichen Snacks, die zu kaufen ich mich freue. D&uuml;rfte doch nicht so schwer sein, oder? Trotzdem streune ich durch den Bahnhof und habe auf nichts Appetit. Und meine Gespr&auml;che im Zug lassen darauf schlie&szlig;en, dass ich dort nicht der Einzige bin mit einem unbefriedigten Hunger. Hier schlummert noch Potenzial.</p>
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		<title>Krampf im Café</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 13:03:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbst bestimmt!]]></category>
		<category><![CDATA[Café]]></category>
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		<category><![CDATA[Lustprinzip]]></category>
		<category><![CDATA[Müßiggang]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie hatte ich mich auf diese Tage gefreut! Die Seminarsaison ist vorbei, die Lager sind gut gef&#252;llt. Endlich Zeit also f&#252;r den guten alten M&#252;&#223;iggang: In B&#252;chern st&#246;bern, in Blogs rumschreiben, alte Freunde anrufen, neue Ideen kommen lassen und &#252;berhaupt: sich einfach mal treiben lassen. Das alles eben will ich jetzt tun. Und sitze ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie hatte ich mich auf diese Tage gefreut! Die Seminarsaison ist vorbei, die Lager sind gut gef&uuml;llt. Endlich Zeit also f&uuml;r den guten alten M&uuml;&szlig;iggang: In B&uuml;chern st&ouml;bern, in Blogs rumschreiben, alte Freunde anrufen, neue Ideen kommen lassen und &uuml;berhaupt: sich einfach mal treiben lassen. Das alles eben will ich jetzt tun. Und sitze ich gar nicht so entspannt da wie ersehnt. Hier die Liste der momentanen St&ouml;rfaktoren:<span id="more-618"></span></p>
<p><em>Sind deine Lager wirklich so gut gef&uuml;llt?</em> – Was f&uuml;r ein selbstgef&auml;lliger Gedanke in diesen Zeiten! Du solltest jeden gesunden Tag nutzen, an dem du noch Geld verdienen kannst! Du brauchst jede M&uuml;nze, um sie in den Versorgungsabgrund zu werfen, der sich in Deinen alten Tagen auftun wird. Und Deine Tochter will in f&uuml;nfzehn Jahren studieren!</p>
<p><em>Klaus und Sylvia leisten sich so ein Faulsein nicht! </em>– Klaus mit seiner Produktion ist st&auml;ndig in allen Erdteilen unterwegs und Sylvia steht jeden Morgen um F&uuml;nf auf. Klar, dass denen Ihr Business viel besser brummt als deines!<em></em></p>
<p><em>Alle um mich herum sind so wichtig.</em> – Auf welche Tische ich auch schaue: &Uuml;berall sind Rechner hochgeklappt. Vor mir sehe ich MindMaps, beeindruckende Blaupausen vom n&auml;chsten gro&szlig;en Ding. Randlose Brillengestelle ruhen gewichtig auf Papieren. I-Phones bimmeln. Stimmen verernsthafteln den Raum. Und was machst du? <em></em></p>
<p><em>Du vernachl&auml;ssigst Deine Kunden.</em> Hatte ich Frau Krasser nicht versprochen, ihre Texte bis HEUTE fertig zu haben? Auch wenn sie gemeint hat, es h&auml;tte bis zum Wochenende Zeit: Das ist nicht gerade nach dem Lehrbuch <em>So begeistern Sie Ihre Kunden</em>, Herr J&auml;ger!</p>
<p>Ich brauche einen M&uuml;&szlig;iggangs-Coach, einen, der mir die unstrukturierte Zeit so strukturiert, dass sie unstrukturiert strukturiert ist. Dass also irgendwas rauskommt, ohne dass etwas dabei herauskommen muss.</p>
<p>Mist, ich habe Frau Krassers Text nicht aufs i-Pad geladen.</p>
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		<title>Was kommt nach den Freuden des Konsums?</title>
		<link>http://www.jazzoflife.de/konsumfreude-ersatz/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 17:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buddha und Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Post-Materialismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder denke ich an eine Fernseh-Reportage, die ich zuf&#228;llig aufgeschnappt habe. Da wurde irgendwo in Schottland eine Familie portr&#228;tiert, die m&#252;llfrei lebt. Das hei&#223;t: Alle Abf&#228;lle wiederverwertet oder so einkauft, dass kein Abfall anf&#228;llt. Das fand ich sehr bewundernswert. Nur kam die Familie so r&#252;ber wie eben eine, die von der Idee besessen ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder denke ich an eine Fernseh-Reportage, die ich zuf&auml;llig aufgeschnappt habe. Da wurde irgendwo in Schottland eine Familie portr&auml;tiert, die m&uuml;llfrei lebt. Das hei&szlig;t: Alle Abf&auml;lle wiederverwertet oder so einkauft, dass kein Abfall anf&auml;llt. Das fand ich sehr bewundernswert. Nur kam die Familie so r&uuml;ber wie eben eine, die von der Idee besessen ist, M&uuml;ll zu trennen, zu verwerten, zu recyceln. Besonders fr&ouml;hlich wirkten die nicht, eher wie Sachbearbeiter, die gr&uuml;ndlich ihre Pflicht tun. <span id="more-602"></span>Seither frage ich mich: Wenn wir voraussetzen, dass f&uuml;r die meisten von uns der materielle Lebensstandard sinkt und wir aus viel weniger mehr machen m&uuml;ssen – wie bringen wir dann Freude ins Leben?</p>
<p>Denn ich gebe zu: Ich mag die vielen kleinen Bequemlichkeiten, die bunte Auswahl, das Leben im &Uuml;berfluss, die Instant-Befriedigung. Auf all das zu verzichten w&auml;re eine ziemlich traurige Angelegenheit. Sonst w&uuml;rden es wir ja l&auml;ngst tun.</p>
<p>Wenn also all dies wegfiele und unser Leben wieder unbequemer w&uuml;rde. Was ersetzt uns den Spa&szlig;, der fr&uuml;her so leicht durch Konsum zu befriedigen war?</p>
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		<title>&#8220;Die Geschichte der Zukunft&#8221; von Erik H&#228;ndeler</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 19:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eben gelesen]]></category>
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		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt in meinem Leben ein paar „Epochenb&#252;cher“, die mein Denken neu ausgestattet haben. Mit zunehmendem Alter werden diese B&#252;cher seltener, aber Die Geschichte der Zukunft hat mich ein paar N&#228;chte hintereinander hellwach sein lassen: Da erz&#228;hlt mir einer mitten in der Finanzkrise schl&#252;ssig, warum alle monetaristischen L&#246;sungen letztlich versagen werden – und was helfen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt in meinem Leben ein paar „Epochenb&uuml;cher“, die mein Denken neu ausgestattet haben. Mit zunehmendem Alter werden diese B&uuml;cher seltener, aber <em>Die Geschichte der Zukunft</em> hat mich ein paar N&auml;chte hintereinander hellwach sein lassen: Da erz&auml;hlt mir einer mitten in der Finanzkrise schl&uuml;ssig, warum alle monetaristischen L&ouml;sungen letztlich versagen werden – und was helfen k&ouml;nnte. Das Buch ist ein Pl&auml;doyer f&uuml;r eine qualitative, gar wertorientierte Finanz- und Wirtschaftspolitik. Es r&auml;t, in jene Sektoren zu investieren, die unserer Wirtschaft einen neuen Produktivit&auml;tsschub verleihen k&ouml;nnten: in Bildung und Gesundheit. Warum?<span id="more-596"></span></p>
<p>Hier die 5 Hauptthesen von H&auml;ndeler:</p>
<p>1)    Wirtschaftliche Entwicklung verl&auml;uft zyklisch und in langen Wellen. Dies st&uuml;tzt sich auf die Theorie des russischen &Ouml;konomen <span style="text-decoration: underline;"><a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Dmitrijewitsch_Kondratjew" >Kondratieff</a>.</span> Echte Aufschw&uuml;nge passieren immer dann, wenn eine neue L&ouml;sung einen Engpass beseitigt und dadurch die Wirtschaft um ein Vielfaches produktiver sein kann als vorher. So l&ouml;ste die Eisenbahn damals das Problem der Rohstoff-Transporte.</p>
<p>2)    Bislang waren es immer neue Technologien, die diese Produktivit&auml;tssch&uuml;be m&ouml;glich machten: Dampfmaschine, Eisenbahn, Elektrizit&auml;t, Auto, Digitalisierung. Der Produktivit&auml;tstreiber der kommenden 6. Welle wird jedoch der Mensch selbst sein, genauer gesagt seine F&auml;higkeit, produktiv mit Informationen, sich selbst und anderen Menschen umzugehen. Dabei st&uuml;tzt sich H&auml;ndeler auf den Wirtschaftstheoretiker Leo <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nefiodow" >Nefiodow</a>.</p>
<p>3)    Wirtschaft ist keine Naturwissenschaft, die sich durch mathematische Operationen steuern lie&szlig;e, sondern eine kulturelle Gesamtleistung. Regierungen und Unternehmen k&ouml;nnen Basisinnovationen aufsp&uuml;ren und gezielt f&ouml;rdern. Basisinnovationen sind solche, die den gr&ouml;&szlig;ten Engpass beseitigen. Der gr&ouml;&szlig;te Engpass wird bald an f&auml;higen, kooperativen Menschen bestehen: Daher wird die neue Basisinnovation aus dem Bildungs- und Gesundheitssektor kommen.</p>
<p>4)    Und aus einem weiteren Sektor: der Religion. H&auml;ndeler h&auml;lt die Religion f&uuml;r den ethischen N&auml;hrboden der Gesellschaft. Wie dieser Boden beschaffen ist, hat gro&szlig;e Auswirkung auf die Wirtschaftsleistung. Diesen Zusammenhang hat dieses Blog schon immer betont – daher ist diese These f&uuml;r mich die wohltuendste.</p>
<p>5)    H&auml;ndeler schreibt den Werten des Christentums das gr&ouml;&szlig;te Potential f&uuml;r das Lostreten der 6. Kondratieff-Welle zu. Und er hofft auf eine Renaissance der Kirchengemeinde(n).</p>
<p><iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=wwwjazzoflife-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=3870679638&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=1ea8d0&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr&nou=1" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:left; width:120px; margin-right:15px; margin-top:15px; height:240px; background-color:#FFFFFF;border:1px solid #fcc200;"></iframe>Bei der letzten These habe ich Schwierigkeiten, nicht nur, weil ich Buddhist bin. Wie alle L&ouml;sungen der gro&szlig;en Menschheitsprobleme erfordert auch die Wiederbelebung der Wirtschaft eine globale Vernetzung und Dialogkultur. Und dazu braucht es m&ouml;glichst alle Menschen und unweigerlich auch alle Religionen, die dialogbereit sind. Das buddhistische Lotos-Sutra ist da radikal: Entweder wir alle werden Buddhas oder keiner. Oder christlich gesprochen: Entweder wir alle treten in Gottes Reich ein oder keiner.</p>
<p>Aber vielleicht habe ich ja etwas falsch verstanden. H&auml;ndeler spricht immerhin von einem globalen Ethikwettbewerb, womit er meint: In welcher Region treten am schnellsten viele kooperative, gut ausgebildete und ethisch bewusste Menschen hervor, wo entstehen die ersten echten Wissensgesellschaften? Dass dies m&ouml;glichst &uuml;berall geschehen soll, hofft H&auml;ndeler nat&uuml;rlich auch.</p>
<p>Wer der momentanen Finanz- und Wirtschaftspolitik misstraut und nicht so genau wei&szlig;, warum: H&auml;ndelers Buch liefert spannende Antworten. Also unbedingt lesen!</p>
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		<title>Digitale Vernetzung – oversexed and underfucked?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 09:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buddha und Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst bestimmt!]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich nach vier XING-Jahren Bilanz ziehe, f&#228;llt diese recht mager aus. Mit keinem der dort generierten Kontakte ist irgendetwas Nennenswertes entstanden.
Nun mag irgendwer, der meine Aktivit&#228;ten dort analysiert, einwenden, dass ich dieses digitale Netzwerk nicht richtig nutze, dass ich mein Profil optimieren, Gruppen beitreten. dort mehr mitmischen, XING-Erfolgseminare buchen, oder mich noch zwecks Synergie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich nach vier XING-Jahren Bilanz ziehe, f&auml;llt diese recht mager aus. Mit keinem der dort generierten Kontakte ist irgendetwas Nennenswertes entstanden.</p>
<p>Nun mag irgendwer, der meine Aktivit&auml;ten dort analysiert, einwenden, dass ich dieses digitale Netzwerk nicht richtig nutze, dass ich mein Profil optimieren, Gruppen beitreten. dort mehr mitmischen, XING-Erfolgseminare buchen, oder mich noch zwecks Synergie in anderen digitalen Netzwerken tummeln – also kurz, noch viel, viel mehr investieren sollte. <span id="more-594"></span></p>
<p>Aber genau meine Unlust dazu signalisiert mir, dass ich den Glauben daran verloren habe. Vielleicht deshalb, weil slle meine wertvollen Kooperationen und Erfolge au&szlig;erhalb der digitalen Netzwerke entstanden sind. Niemand, der mit ein guter Freund, Kunde, Gesch&auml;ftspartner geworden ist, habe ich digital kennengelernt. Es braucht, zumindest bei mir, noch etwas anderes als das Stichwort-Abklopfen, damit es z&uuml;ndet. Das Netz liefert mir Begleit-Informationen &uuml;ber Menschen, um mir das zu best&auml;tigen, was ich eh schon &uuml;ber sie denke. Mehr auch nicht. Es ist nicht leichter geworden, die Richtigen kennenzulernen. Nur anders.</p>
<p>Manchmal sp&uuml;re ich den sozialen Druck, mich auch noch auf Facebook, Google+ und sonst wo zu pr&auml;sentieren. Ich will ja nicht von vorgestern sein. Gleichzeitig habe ich Angst vor dem Verlust an Zeit, Energie und Instinkt, den mir weitere Bildschirmorgien bescheren k&ouml;nnten. Das h&auml;lt sich die Waage. Und so lasse ichs sein. Und wende mich spannenderen Dingen zu.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sammeltaxi mit Online-Fahrzeitberechnung</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 08:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Funkydeen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe auf der Webseite des Taxiunternehmens Start und Ziel ein. Schon wird mir angezeigt, wann mich das Sammeltaxi abholen, wann es mich voraussichtlich am Ziel absetzen und was es kosten wird. Deutlich preiswerter wird es, weil ich Mitfahrer, Wartezeiten und kleine Umwege in Kauf nehme. Trotzdem bin ich schneller als der Linienbus und genie&#223;e [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe auf der Webseite des Taxiunternehmens Start und Ziel ein. Schon wird mir angezeigt, wann mich das Sammeltaxi abholen, wann es mich voraussichtlich am Ziel absetzen und was es kosten wird. Deutlich preiswerter wird es, weil ich Mitfahrer, Wartezeiten und kleine Umwege in Kauf nehme. Trotzdem bin ich schneller als der Linienbus und genie&szlig;e T&uuml;r-zu-T&uuml;r-Bef&ouml;rderung.<span id="more-590"></span></p>
<p>Taxiunternehmern winkt ebenfalls ein profitables Gesch&auml;ft: Ich kann mehrere Kunden gleichzeitig bef&ouml;rdern, muss die Kostenvorteile aber nicht vollst&auml;ndig an diese weitergeben.</p>
<p>Die Touren koordiniert eine Software st&auml;ndig neu, je nach Verkehrslage und Auftragseingang. Noch rentabler und komfortabler wird es, wenn mehrere Kleinbusse gleichzeitig im Einsatz sind: Die Software ordnet ihnen die jeweils g&uuml;nstigsten Fahrtrouten zu. So eine Software zu entwickeln – ein Klacks! <span style="text-decoration: underline;"><a target="_blank" href="http://www.invidata.de/doc/anrufsammeltaxi.htm" >Einige Produkte</a></span> gehen bereits in diese Richtung, es fehlt nur noch ein Online-Interface f&uuml;r die Fahrg&auml;ste.</p>
<p>Seltsam, dass es ein solches Angebot in einer Gro&szlig;stadt wie Hamburg nicht fl&auml;chendeckend gibt. Auch hier w&auml;re man froh, nachts f&uuml;r zehn Euro ans andere Ende der Stadt zu kommen oder g&uuml;nstiger zum Flughafen. Gibt es hier Monopole, von denen ich nichts wei&szlig;? Oder fehlt es an innovationsfreudigen Taxiunternehmern?</p>
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		<title>„Humanomics“ von Uwe Jean Heuser</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 23:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buddha und Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Eben gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst bestimmt!]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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		<description><![CDATA[Nehmen wir einmal an, Sie bringen ein paar Leute dazu, auf der Fu&#223;g&#228;ngerzone f&#252;r eine klasse Sache Spenden zu sammeln. Der erste Tag bringt bereits tolle Ergebnisse. Am zweiten wollen Sie Ihr Team noch st&#228;rker motivieren und sagen: „Zehn Prozent des gesammelten Geldes d&#252;rft ihr behalten.“ Was passiert? 
Laut einer Studie, die Heuser anf&#252;hrt, wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nehmen wir einmal an, Sie bringen ein paar Leute dazu, auf der Fu&szlig;g&auml;ngerzone f&uuml;r eine klasse Sache Spenden zu sammeln. Der erste Tag bringt bereits tolle Ergebnisse. Am zweiten wollen Sie Ihr Team noch st&auml;rker motivieren und sagen: „Zehn Prozent des gesammelten Geldes d&uuml;rft ihr behalten.“ Was passiert? <span id="more-565"></span></p>
<p><iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=wwwjazzoflife-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=3593381176&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=1ea8d0&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr&nou=1" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:left; width:120px; margin-right:15px; margin-top:15px; height:240px; background-color:#FFFFFF;border:1px solid #fcc200;"></iframe>Laut einer Studie, die Heuser anf&uuml;hrt, wird das Engagement Ihres Teams sinken. Warum? Weil pl&ouml;tzlich aus einem idealistischen Einsatz ein Gesch&auml;ft wird. Das „verbucht“ unser Gehirn n&auml;mlich ganz anders: Die Freude am uneigenn&uuml;tzigen Tun erlischt und wird in diesem Fall nicht aufgewogen durch die Aussicht auf ein bisschen Profit.</p>
<p>„Humanomics“ ist voller solcher Beispiele aus der Gl&uuml;cksforschung, der Neurowissenschaft und der Spieltheorie. Sie alle entlarven den „Homo Oeconomicus“, den stets rational abw&auml;genden, auf seinen Vorteil bedachten Menschen als das, was er immer schon war: eine Fiktion.</p>
<p>Uwe Jean Heuser erz&auml;hlt von dem Paradigmenwechsel, der sich in den Wirtschaftswissenschaften vollzieht. Die M&auml;rkte werden un&uuml;berschaubarer und Werte werden in der Wirtschaft zunehmend durch Beziehungen geschaffen. Um das Geschehen angemessen zu beschreiben, braucht es 1) dynamischere Modelle und 2) ein anderes Menschenbild als den „Homo Oeconomicus“.</p>
<p><iframe scrolling="no" frameBorder="0" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=wwwjazzoflife-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;ASINs=3593389223&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=1ea8d0&amp;bc1=transparent&amp;bg1=transparent&amp;f=ifr&nou=1" marginheight="0" marginwidth="0" style="float:left; width:120px; margin-right:15px; margin-top:15px; height:240px; background-color:#FFFFFF;border:1px solid #fcc200;"></iframe>Sympathisch an Heuser ist, wie unaufgeregt er den Stand der Dinge beschreibt, der, wie er zugibt, sich nur schemenhaft abzeichnet. Er prescht nicht so weit vor wie zum Beispiel Richard Layard, der in seinem Buch „Die gl&uuml;ckliche Gesellschaft“ bereits einen neuen Gesellschaftsentwurf pr&auml;sentiert. Trotzdem hievt Heuser einige abgestandene Debatten auf neue Gleise. Zum Beispiel die, ob „mehr Staat“ oder „mehr freier Markt“ die bessere L&ouml;sung sei. Die liege, so Heuser, eher in einem tieferen Verst&auml;ndnis dessen, was Menschen zu Entscheidungen bewegt und wie wenig berechenbar solche &#8220;Entscheidungslawinen&#8221; auf gesellschaftlicher Ebene sind. Damit  k&ouml;nnte die Politik ihre Aufgaben neu und klug definieren.</p>
<p>Dem Manager/Unternehmer zeigt dieses Buch, warum manche Anreiz-Systeme nach hinten losgehen, wie oft Menschen gegen die &ouml;konomische Vernunft handeln und wie wenig sie sich berechnen lassen.</p>
<p>Heuser schreibt nicht vor, was konkret zu tun ist, legt aber den Blick frei auf eine wildere, wirklichere Wirtschaftswelt. Das macht ein bisschen dem&uuml;tiger – und hoffentlich weiser.</p>
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		<title>Wie werde ich „gl&#228;ubig“?</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 22:39:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Armin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buddha und Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kenne zwei Wege:
1) Mich spricht der Gehalt einer Lehre an, denke &#252;ber sie nach und pr&#252;fe sie Schritt f&#252;r Schritt. Wenn sie mich beim Fortschreiten nicht entt&#228;uscht, nehme ich diesen Glauben schlie&#223;lich an. Schritt f&#252;r Schritt verwandle ich Skepsis in Gewissheit. Das ist der typische Weg eines deutschen Intellektuellen: Begeisterung – aber wohldosiert. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne zwei Wege:</p>
<p>1) Mich spricht der Gehalt einer Lehre an, denke &uuml;ber sie nach und pr&uuml;fe sie Schritt f&uuml;r Schritt. Wenn sie mich beim Fortschreiten nicht entt&auml;uscht, nehme ich diesen Glauben schlie&szlig;lich an. Schritt f&uuml;r Schritt verwandle ich Skepsis in Gewissheit. Das ist der typische Weg eines deutschen Intellektuellen: Begeisterung – aber wohldosiert. Der Haken an der Sache k&ouml;nnte hinter der n&auml;chsten Ecke lauern.</p>
<p>2) Mich sprechen die Aus&uuml;benden an und ich vertraue erst einmal auf die Richtigkeit der Lehre. Ich handle nach ihr und mache meine Erfahrungen. Sind diese positiv, verwandelt sich mein Vertrauen in Gewissheit.<span id="more-561"></span></p>
<p>Der Buddhismus ist f&uuml;r beide Wege offen: Ich kann ihn endlos studieren und pr&uuml;fen. Es gibt keine Dogmen, die dem Verstand oder der Alltagserfahrung zuwiderlaufen. Das macht ihn zug&auml;nglich und attraktiv f&uuml;r Skeptiker wie mich. Einerseits. Andererseits aber ist er mit dem Verstand nicht bezwingbar. Es ist wie Aikido: Meine Skepsis greift an und wird elegant auf die Matte geworfen. Nie ist mir ist mir mein Meister Daisaku Ikeda eine Antwort schuldig geblieben, stets haben sich meine Zweifel in Wachstum verwandelt. Das geht schon eine Weile so. Einundzwanzig Jahre.</p>
<p>Nun bin ich meiner eigenen Skepsis m&uuml;de geworden. Zwar wei&szlig; ich: Unser Gehirn f&uuml;llt gern L&uuml;cken. Ein paar zuf&auml;llige Informationen – und schon entscheiden wir. Ein attraktives Versprechen – und schon regt sich Lust am Vertrauen. Glaube ist billig zu haben. Ich wollte meinen teuer erkaufen.</p>
<p>Doch der Skepsis-Modus macht m&uuml;de und langsam. Da ist ein Leben, das schwungvoll gelebt werden will. Ich bin aus Ersch&ouml;pfung gl&auml;ubig geworden.</p>
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