Kategoriearchiv: Eben gelesen

Hier lesen Sie Weitergedachtes aus kürzlich gelesenen Büchern.

„Gefährliche Ideen“ von Alf Rehn

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Ein Aufklärungsbuch im besten Sinn: Es entlarvt die allermeisten Kreativitätsratgeber als Budenzauber und beleuchtet, was Kreativität wirklich ist: Erschütternd, störend, umwälzend, unangenehm, anstößig, pervers, ekelerregend, destruktiv. Genau das, was Organisationen in der Regel nicht wollen, auch wenn sie ständig Kreativität predigen. Kurz: Das Buch bringt den Punk zurück und lässt ihn auf der Blümchenwiese wüten, wo alle nett zueinander sind und nette Sachen machen. Weiterlesen »

“Die Geschichte der Zukunft” von Erik Händeler

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Es gibt in meinem Leben ein paar „Epochenbücher“, die mein Denken neu ausgestattet haben. Mit zunehmendem Alter werden diese Bücher seltener, aber Die Geschichte der Zukunft hat mich ein paar Nächte hintereinander hellwach sein lassen: Da erzählt mir einer mitten in der Finanzkrise schlüssig, warum alle monetaristischen Lösungen letztlich versagen werden – und was helfen könnte. Das Buch ist ein Plädoyer für eine qualitative, gar wertorientierte Finanz- und Wirtschaftspolitik. Es rät, in jene Sektoren zu investieren, die unserer Wirtschaft einen neuen Produktivitätsschub verleihen könnten: in Bildung und Gesundheit. Warum? Weiterlesen »

„Humanomics“ von Uwe Jean Heuser

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Nehmen wir einmal an, Sie bringen ein paar Leute dazu, auf der Fußgängerzone für eine klasse Sache Spenden zu sammeln. Der erste Tag bringt bereits tolle Ergebnisse. Am zweiten wollen Sie Ihr Team noch stärker motivieren und sagen: „Zehn Prozent des gesammelten Geldes dürft ihr behalten.“ Was passiert? Weiterlesen »

“Wabi Sabi – Nicht perfekt und trotzdem glücklich” von Christopher A. Weidner

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Zu Lebens- und Persönlichkeits-Ratgebern habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Die allermeisten verkünden ihre Weisheiten zu breitbeinig. Mir genügt eine Zwiesprache mit dem Autor, die Möglichkeit, gemeinsam mit ihm ein Thema zu durchwandern. Die Antworten darauf muss er gar nicht alle haben. Bei den besseren Ratgebern fallen mir die Antworten, die mir weiterhelfen, selber ein. Weiterlesen »

„Auch Schaf im Tigerfell zittert vor Wolf“ von Woh Tzu und Norbert Lechleitner

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Als heimlicher Schüler von Woh Tzus Lehren freut es mich, sie endlich übersetzt und veröffentlicht zu sehen. Sein Buch habe ich inzwischen vielen Freunden geschenkt, deren Kloregal es ziert. Sie verdauen nun mit jedem Gang das Leben leichter. Weiterlesen »

“Corpus Delicti” von Juli Zeh

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Wie immer sind mir ihre Figuren merkwürdig fern: Sie rühren mich nicht, ich kann sie beobachten wie in einem klinischen Experiment. Trotzdem hängt mir das Buch lange nach. Nicht wegen der Figuren. Auch nicht wegen der Geschichte, sie besteht aus dem klassischen Match „Individuum gegen Gesellschaft“ – mit ebenso klassischem Ausgang. Was mich nicht loslässt, ist das Gesellschaftssystem, in dem ihre Figuren spielen. Weiterlesen »

“Daisaku Ikedas Philosophy of Peace” von Olivier Urbain

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Er ist Präsident der weltweit größten buddhistischen Bewegung, seine jährlichen Friedensvorschläge waren bahnbrechend für zahlreiche politische Initiativen, hunderte von Universitäten zeichnen ihn mit Ehrendoktorwürden aus. Doch in Deutschland fragt man sich immer noch: Daisaku Ikeda? Wer ist das? Weiterlesen »

“Rework” von Jason Fried & David Heinemeier Hansson

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„Ignorieren Sie dieses Buch auf eigene Gefahr!“, warnt das Cover der englischen Ausgabe. Für mich wars ein Erbauungsbuch, weil es bereits Geahntes wunderbar artikuliert und bestätigt. Spaßige Lektüre für alle, die vom Glauben abgefallen sind, dass das, was in den meisten Büros passiert, irgendetwas mit Effektivität zu tun hat. Weiterlesen »

“Hundert Freuden” von Wisława Szymborska

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Im ersten Gedicht dieser Werkauswahl fragt sich die Dichterin, ob ihre Texte dem Etikett „Dichtung“ genügen: Zu sehr dem spröden Alltag entsprungen seien sie, nichts an ihnen vergoldet, beflügelt, verschnörkelt, nichts von weit hergeholt. Kein Wörterbuch notwendig, um ihre Lyrik aufzuschlüsseln. Das Material ist für jeden greifbar, hier wie da, hier wie dort. Und doch gelingt ihr, im dritten Gedicht, auf kaum mehr als einer Seite, ein Jahrmarkt der Wunder. Weiterlesen »

“Die netten Jahre sind vorbei” von Manuel J. Hartung und Cosima Schmitt

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Wer wissen will, wie die jetzige Studentengeneration tickt, der erwerbe getrost dieses Buch. Es destilliert aus der heterogenen Gruppe der 20-35-jährigen ein WIR heraus, das mehr Bestand hat als die affigen Etikettierungen wie
Generation @, Generation iPod, Generation 0. Wie dies gelang?

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