Buddha und Welt, Eben gelesen

„Der Buddha, Geoff und ich“ von Edward Canfor-Dumas

Angefressen von seinem Tag geht ein junger Mann in die Kneipe. Dort herrscht gerade sanitärer Notstand im Herrenklo. Geoff, ein älterer Stammgast, nimmt sich der Sache an. Der junge Mann hilft ihm dabei, eher widerwillig. Warum Geoff denn als Gast die Jauchebrühe beseitige, fragt der junge Mann. „Weil es erledigt werden musste.“

So bekommt der junge Mann seine erste Lektion in den Nichiren-Buddhismus, den Geoff ausübt. Zwischen den beiden Männern entsteht eine Freundschaft: Der Junge ist von der Lebenseinstellung des Alten mal beeindruckt, mal abgestoßen, aber irgendetwas an ihm lässt ihn nicht mehr los.

Und der Buddha, wo ist der? Er lebt im Ringen dieser Menschen. Er zeigt sich im Handeln und Hilfe leisten, in mitfühlender Wut und freundschaftlicher Provokation. Und er wartet nicht im Tempel, sondern in einem überschwemmten Herrenklo auf Menschen, die die Welt erleuchten.

Das Buch ist stark von der britischen Alltagskultur durchdrungen – doch eine hautnahere, lustigere und bodenständigere Einführung in den Nichiren-Buddhismus lässt sich hierzulande kaum finden.

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