Funkydeen

Bratwurst 2.0

Am typischen Würstlstand gibt es drei Sorten. Meistens schickt einen deren Qualität für einige Stunden ins Koma. Oder man lebt in einer Region, die traditionell gute Bratwürste herstellt, dann gibts aber nur dieselbe Sorte. Und als Beilage stets ein zähes Brötchen, schlimmstenfalls kaltgepresstes Toastbrot. Und den immergleichen Senf.

Dabei gibt es hervorragende Rezepte für Bratwürste!

Und so viel Spielraum für eigene Kreationen!

Und so viel Appetit!

Ich stelle mir eine moderne Kette vor, die mindestens ein halbes Dutzend Bratwurstsorten anbietet – mediterrane, orientalische, deutsche, und Neuschöpfungen. Gern aus Bio-Fleisch. Dazu möchte ich aus einem halben Dutzend frischen Salaten wählen können. Und Brot haben, das den Namen verdient. Das ganze zum Preis von 4 bis 7 Euro, je nach Mengeneinheiten. Die Gerichte sollen so köstlich und bekömmlich sein wie auf einem guten Grillfest.

Welcher System-Gastronom stellt sich dieser Herausforderung? Und mit Ehrgeiz hätte dieses Konzept das Zeug zu einer globalen Fast-Food-Kette made in Germany: „The Wurst“ in Shanghai, New York, Tokyo, Moskau, Rio und wo auch immer. Von mir aus könnten die Filialen auch deutsche Kulturbotschafter sein, mit wechselnden Spezialitäten, kruden deutschen Namen für die Gerichte, mit unserer Musik und Kunst. Von mir aus auch mit Bierausschank. Vielleicht hängt sich ja eine Großbrauerei mit dran …

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3 Kommentare

  1. Kerstin
    Gepostet 5. November 2010 an 13:52 | Permalink

    Oh ja, gute Idee. In Frankfurt gibt es eine Bude “Best Worscht in Town”. Steht im Westend. Beste Geschäftsadresse.

    Jeden Mittag stehen dort lange Schlangen gut gekleideter Business-Menschen. Was sie dort bekommen? Hervorragende Wurst, einen guten Spruch und das Gefühl bei einem schwer kultigen Happening dabei zu sein.

    Die Homepage ist übrigens auch klasse. Für alle Liebhaber der Frankfurter Mundart gibt’s hier eine Kostprobe: http://www.snack-point.com/

    Ach Heimat, ich vermisse Dich!

  2. Gepostet 5. November 2010 an 15:14 | Permalink

    Dann kommst Du ja wie ich aus einer glücklichen Bratwurstheimat! Wenn ich wieder in Frankfurt bin, werde ich meinen Stamm-Sushiaten an der Hauptwache links liegen lassen und die Worscht ansteuern. Versprochen! Außerdem werde ich den Jungs schreiben, dass sie hier lobend erwähnt wurden.

    Kannst Du Dich noch erinnern, wie hierzulande vor 20 Jahren eine saure, braune Brühe verkauft wurde? Sie nannte sich Kaffee. Heute ist daraus etwas Gutes mit Mehrwert entstanden.

    Wer packt jetzt die Bratwurst an? Wer macht aus diesem vernachlässigten Massenprodukt eine Delikatesse mit internationalem Potential? Wo ist der visionäre Systemgastronom, der daraus ein Franchise-Konzept strickt? Mich kann er gerne als Mit-Stricker, Texter und Verfechter buchen. Sogar auf Erfolgsbasis.

  3. Marion
    Gepostet 18. November 2010 an 12:51 | Permalink

    Hier ein Link zu einem Lokal in Köln- der WDR hat ein Porträt gedreht – spezialisiert auf Currywurst:

    http://www.currycologne.de/presse.html

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