Autorenarchiv: Armin

Gefährliche Phrase: „Sein volles Potential entfalten“

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In der Personalentwicklung, in jedem Coaching-Angebot, in der Selbstverwirklichungsliteratur: Überall wird uns dieser Satz als Vision verkauft. Unendlich viel stecke da in uns, das wir noch nutzen könnten. Doch wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen menschlichem Entfalten und gnadenloser Selbstausbeutung? Weiterlesen »

„Gefährliche Ideen“ von Alf Rehn

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Ein Aufklärungsbuch im besten Sinn: Es entlarvt die allermeisten Kreativitätsratgeber als Budenzauber und beleuchtet, was Kreativität wirklich ist: Erschütternd, störend, umwälzend, unangenehm, anstößig, pervers, ekelerregend, destruktiv. Genau das, was Organisationen in der Regel nicht wollen, auch wenn sie ständig Kreativität predigen. Kurz: Das Buch bringt den Punk zurück und lässt ihn auf der Blümchenwiese wüten, wo alle nett zueinander sind und nette Sachen machen. Weiterlesen »

Lunchboxen für Reisen mit der Bahn

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Was esse ich auf langen Zugreisen, wenn ich keinen Appetit auf selbstgeschmierte Stullen habe? Da bleibt mir nur die Wahl zwischen schlecht (Plastiksandwich) oder teuer (Speisewagen) – oder schlecht und teuer (Speisewagen).

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Krampf im Café

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Wie hatte ich mich auf diese Tage gefreut! Die Seminarsaison ist vorbei, die Lager sind gut gefüllt. Endlich Zeit also für den guten alten Müßiggang: In Büchern stöbern, in Blogs rumschreiben, alte Freunde anrufen, neue Ideen kommen lassen und überhaupt: sich einfach mal treiben lassen. Das alles eben will ich jetzt tun. Und sitze ich gar nicht so entspannt da wie ersehnt. Hier die Liste der momentanen Störfaktoren: Weiterlesen »

Was kommt nach den Freuden des Konsums?

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Immer wieder denke ich an eine Fernseh-Reportage, die ich zufällig aufgeschnappt habe. Da wurde irgendwo in Schottland eine Familie porträtiert, die müllfrei lebt. Das heißt: Alle Abfälle wiederverwertet oder so einkauft, dass kein Abfall anfällt. Das fand ich sehr bewundernswert. Nur kam die Familie so rüber wie eben eine, die von der Idee besessen ist, Müll zu trennen, zu verwerten, zu recyceln. Besonders fröhlich wirkten die nicht, eher wie Sachbearbeiter, die gründlich ihre Pflicht tun. Weiterlesen »

“Die Geschichte der Zukunft” von Erik Händeler

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Es gibt in meinem Leben ein paar „Epochenbücher“, die mein Denken neu ausgestattet haben. Mit zunehmendem Alter werden diese Bücher seltener, aber Die Geschichte der Zukunft hat mich ein paar Nächte hintereinander hellwach sein lassen: Da erzählt mir einer mitten in der Finanzkrise schlüssig, warum alle monetaristischen Lösungen letztlich versagen werden – und was helfen könnte. Das Buch ist ein Plädoyer für eine qualitative, gar wertorientierte Finanz- und Wirtschaftspolitik. Es rät, in jene Sektoren zu investieren, die unserer Wirtschaft einen neuen Produktivitätsschub verleihen könnten: in Bildung und Gesundheit. Warum? Weiterlesen »

Digitale Vernetzung – oversexed and underfucked?

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Wenn ich nach vier XING-Jahren Bilanz ziehe, fällt diese recht mager aus. Mit keinem der dort generierten Kontakte ist irgendetwas Nennenswertes entstanden.

Nun mag irgendwer, der meine Aktivitäten dort analysiert, einwenden, dass ich dieses digitale Netzwerk nicht richtig nutze, dass ich mein Profil optimieren, Gruppen beitreten. dort mehr mitmischen, XING-Erfolgseminare buchen, oder mich noch zwecks Synergie in anderen digitalen Netzwerken tummeln – also kurz, noch viel, viel mehr investieren sollte. Weiterlesen »

Sammeltaxi mit Online-Fahrzeitberechnung

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Ich gebe auf der Webseite des Taxiunternehmens Start und Ziel ein. Schon wird mir angezeigt, wann mich das Sammeltaxi abholen, wann es mich voraussichtlich am Ziel absetzen und was es kosten wird. Deutlich preiswerter wird es, weil ich Mitfahrer, Wartezeiten und kleine Umwege in Kauf nehme. Trotzdem bin ich schneller als der Linienbus und genieße Tür-zu-Tür-Beförderung. Weiterlesen »

„Humanomics“ von Uwe Jean Heuser

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Nehmen wir einmal an, Sie bringen ein paar Leute dazu, auf der Fußgängerzone für eine klasse Sache Spenden zu sammeln. Der erste Tag bringt bereits tolle Ergebnisse. Am zweiten wollen Sie Ihr Team noch stärker motivieren und sagen: „Zehn Prozent des gesammelten Geldes dürft ihr behalten.“ Was passiert? Weiterlesen »

Wie werde ich „gläubig“?

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Ich kenne zwei Wege:

1) Mich spricht der Gehalt einer Lehre an, denke über sie nach und prüfe sie Schritt für Schritt. Wenn sie mich beim Fortschreiten nicht enttäuscht, nehme ich diesen Glauben schließlich an. Schritt für Schritt verwandle ich Skepsis in Gewissheit. Das ist der typische Weg eines deutschen Intellektuellen: Begeisterung – aber wohldosiert. Der Haken an der Sache könnte hinter der nächsten Ecke lauern.

2) Mich sprechen die Ausübenden an und ich vertraue erst einmal auf die Richtigkeit der Lehre. Ich handle nach ihr und mache meine Erfahrungen. Sind diese positiv, verwandelt sich mein Vertrauen in Gewissheit. Weiterlesen »